Wo die Bedingungen zum Pilze sammeln stimmen.
Mykotop legt eine Eignungskarte über den Wald in ganz Deutschland – aus Baumarten, Bodenfeuchte, Niederschlag, Temperatur, Boden-pH-Wert und Relief, je Pilzart unterschiedlich gewichtet. Neunzehn Arten stehen im Katalog, sechzehn davon in der Kartenbewertung.
A Top-Bedingungen bis E Ungeeignet, dazu F für abgestorbenen Wald. Schematische Darstellung, kein Kartenausschnitt aus der App.
Was die Pilz-App macht
Mykotop beantwortet eine einzige Frage, dafür gründlich: Stimmen an diesem Fleck Wald die Bedingungen für die Art, die du suchst?
Eignung statt Versprechen
Jede Waldfläche bekommt eine Stufe. Bewertet werden die Bedingungen am Standort – ob dort gerade ein Pilz steht, weiß niemand außer dem Pilz.
Nach Art gewichtet
Bis zu sieben Arten lassen sich auswählen. Eine Art färbt die Karte nach genau dieser Art, mehrere nach ihrem Mittel, keine nach der allgemeinen Eignung.
Du bestimmst die Datenlage
Jede Quelle ist einzeln zu- und abschaltbar, jede mit Herkunft, Auflösung und Gewichtung erklärt. „Nur diese zeigen“ blendet die Rohwerte einer Quelle direkt auf die Karte.
Gebietsblatt beim Antippen
Ein Tipp auf eine Fläche öffnet Stufe, Datenstand, deine gewählten Arten mit ihrem Eignungswert und die sieben Arten, die dort am besten passen.
Fundorte und Gebiete
Gute Stellen lassen sich als Fundort mit Datum, Beschreibung und Koordinaten sichern, ganze Waldflächen als Gebiet merken – beides mit Routenführung dorthin.
Saison im Blick
Ein Balken je Monat und Art zeigt Hauptmonate, Fruchtungszeit und Randmonate. Die Farbe sagt, dass die Jahreszeit günstig ist – nicht, dass die Pilze wachsen.
Fünf Stufen, klar benannt
Die Legende in der Karte nennt jede Stufe beim Namen, damit aus einer Farbe keine Erwartung wird.
Top-Bedingungen
Gute Bedingungen
Grundsätzlich geeignet
Wenig geeignet
Ungeeignet
Dazu kommt F für abgestorbenen Wald. Das ist keine Bewertungsstufe, sondern ein Zustand der Fläche – in der Karte gestrichelt umrandet statt flächig gefüllt.
Bildschirmfotos aus der App
Karte, Gebietsblatt, Artenauswahl und Saison – aufgenommen auf dem iPhone.
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Die Karte mit bewerteten Waldflächen. -

Das Gebietsblatt zu einer Fläche. -

Arten wählen, Karte umstellen. -

Die Saison je Art und Monat.
Woher die Daten kommen
Keine Schätzungen aus dem Bauch, sondern veröffentlichte Datensätze von Wetterdienst, Forschungseinrichtungen und Vermessung. Lizenzen und Pflichtvermerke stehen im Impressum.
- Baumarten
- Baumartenklassifikation aus Satellitendaten. Wirkt als Ausschluss: Mykorrhizapilze wachsen nur beim Wirtsbaum, fehlt er, gleicht kein anderer Wert das aus.
- Bodenfeuchte
- DWD AMBAV, 1-km-Raster – nutzbare Feldkapazität als Modellwert, berechnet statt gemessen und deshalb geringer gewichtet. Rückblick wahlweise 7, 14, 30 oder 60 Tage.
- Niederschlag
- DWD HYRAS-DE-PRE, 1-km-Raster, täglich – Tagessummen des gewählten Rückblickfensters.
- Boden-pH-Wert
- SoilGrids 2.0, 250-m-Raster, Tiefe 0 bis 30 cm.
- Temperatur
- Temperaturmittel des Deutschen Wetterdienstes.
- Relief
- Digitales Geländemodell des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie – Hangneigung, Exposition und Höhe.
Was Mykotop nicht ist
Diese Grenzen sind keine Schwäche, sondern der Grund, warum man der Karte trauen kann.
Die App nennt zu jeder Fläche den Datenstand und kennzeichnet, welche Bewertungskurven belegt und welche fachliches Urteil sind.
Keine Pilzbestimmung
Die App bestimmt keine Pilze und sagt nicht, ob ein Fund essbar ist. Verzehre nur, was du sicher bestimmt hast. Im Zweifel hilft eine Pilzsachverständige oder ein Pilzsachverständiger der Deutschen Gesellschaft für Mykologie weiter: Expertensuche der DGfM.
Ebenso wenig behauptet Mykotop, wo Pilze stehen. Schutzgebiete sind in der Karte gestrichelt markiert, samt allgemeinem Hinweis auf mögliche Beschränkungen; welche Regeln dort genau gelten – Mengen, Betretungsrechte, geschützte Arten –, klärst du selbst. Das ist Ländersache.
Zwei Wege in die App
Für das iPhone ist Mykotop veröffentlicht. Die Android-Fassung steht kurz davor – bis dahin läuft ein geschlossener Test, zu dem du dich anmelden kannst.
Android – geschlossener Test
Google Play verlangt vor der Veröffentlichung einen geschlossenen Test. Du schickst mir die E-Mail-Adresse deines Google-Kontos, ich trage dich ein, und du bekommst die App vor dem offiziellen Start.
Häufige Fragen zur Pilz-App
Für welches Gebiet gibt es Daten?
Für Deutschland. Die Flächen werden erst ab einem nahen Kartenausschnitt geladen, damit die Karte zügig bleibt – zoome also in deine Gegend hinein.
Zeigt Mykotop, wo Pilze stehen?
Nein. Die App bewertet Standortbedingungen. Ob dort tatsächlich etwas wächst, hängt vom Wetter der letzten Tage, vom Pilzjahr und vom Zufall ab.
Brauche ich unterwegs Internet?
Die Eignungsdaten liegen auf dem Gerät, dafür braucht es kein Netz. Die Grundkarte darunter wird geladen – auf dem iPhone von Apple, auf Android von Google.
Welche Arten sind hinterlegt?
Neunzehn Arten im Katalog, sechzehn davon gehen in die Kartenbewertung ein – darunter Steinpilz, Pfifferling, Maronenröhrling, Flockenstieliger Hexenröhrling, Semmelstoppelpilz, Perlpilz und Herbstrotfuß, jede mit eigenen Gewichten je Datenquelle.
Wann kommt die Android-Version offiziell?
Sobald der geschlossene Test die Vorgaben von Google Play erfüllt hat. Je schneller genügend Tester zusammenkommen, desto früher. Hier geht es zur Anmeldung.